Gedichte von Bettina Radermacher

Gott lächelt in den Zeilen


Mehr als reine Vernunft !

Sinn und Verstand
halten die Erkenntnis am Band,
um zu erkennen, um was es geht,
worin die Schlussfolgerung besteht.

Der Anblick vieler Sterne !
Sie leuchten wie ein Bild in der Ferne.
Ein vernünftig gelenkter Gedankenspross
folgert schlau, sie sind ein Teil des Kosmos.

Die Sinne erkennen Raum und Zeit.
Der Verstand hält vier Kategorien bereit:
Quantität, Qualität, Relation, Modalität -
für Ideen der Vernunft ist es nie zu spät !

Schauen wir auch auf die Dinge,
damit die umfassende Sicht gelinge.
Gottes geistig theologisches Denken
wird Seele und Kosmos zur Einheit lenken !


Die reiche Stille !

Ich halt inne
gehe in die Stille -
und da Du mich kennst,
werde ich ein stiller Mensch.

Ich gehe in Dein Heiligtum,
vergesse Alles drumherum,
schließe die weltliche Tür
und achte auf Dein Gespür.

Dein Wille geschehe,
auch wenn ich es nicht verstehe.
Ich glaube fest daran,
daß ich Deinen Willen leben kann.

Ich sehe, wie Du handelst,
spüre, wie Du mich verwandelst.
Ich begegne Dir, Gott, unmittelbar,
von Herz zu Herz - so wunderbar !



Lobpreis 1

Herr,
Du bist hier -
in meinem Herzen.
Du bist immer bei mir
jenseits aller Schmerzen !

Du kennst mich -
egal, wie Andere mich sehen.
Die Bindung zu Dir ist unendlich.
Du kannst mich immer verstehen.

Du hörst zu.
Ich bespreche alles mit Dir.
Mein Gemüt findet bei Dir Ruh.
Deine geistigen Impulse helfen mir.

Du bist in Allem.
Du machst, daß ich es merke.
Meine Handeln soll Dir gefallen
und ich lobpreise all Deine Werke.



Lobpreis 2

Herr,
Du kennst mein Leben
zwischen Geburt und Tod.
Du wirst meine Neugier vergeben
und bringst Hochs und Tiefs ins Lot.

Du trägst mich,
wenn es sein muß.
Das Ziel findet sich.
Mit der Sucherei ist Schluss !

Du zeigst mir die Wege
Ich behalte meinen Willen.
Der Heilige Geist bleibt rege.
Ich bemerke ihn meist im Stillen.

Du gibst mir Vertrauen.
Ich öffne mein Herz weit,
kann in den Himmel schauen
und bin für für Deinen Willen bereit.



Lobpreis 3

Herr,
Du wirst mich führen.
Ich gebe mich Dir hin,
lass mich von Dir berühren
in Deinem verborgenen Sinn.

Du weitest sanft mein Herz,
förderst meine weltliche Wendigkeit.
Mein Geist erklimmt die höchste Terz.
Du schenkst mir himmlische Lebendigkeit.

Du zeigst mir stille Auen,
führst mich über schmale Grade,
Du lässt mich Dich flüchtig schauen.
Mit Dir ist die Zeit einfühlsam stade !

Du lebst in mir - wie selbstverständlich.
Langsam ahne ich, wie Du mich führst !
Deine Wege sind unfassbar und unendlich,
die Du für mein Leben in Weisheit erspürst !



Bleib im Obergemach !

Das Weltliche liegt so fern
in Deine Erinnerung gegossen.
Du hütest die Schätze des Herrn
vom kostbaren Blut verschlossen.

Du gehst in die Knie
öffnest Dein Herz weit.
Für den Geist und die Eucharistie
bist Du überall und immer bereit !

Das geistige lebendige Leben
Dein menschliches Verstehen
wird Dir achtsam gegeben:
Das Weltliche kann ruhig vergehen.

Ein Charisma entblättert
vom Heiligen Geist geschrieben
in tausend Zungen hingeschmettert
allzeit im Dienst der Kirche geblieben !



Hotline zu Gott !

So ein heißer Draht !
Die Frequenz ist gefunden.
Das Gegenteil von fad !
Mein Herz ist mit Gott verbunden.

In jeder Situation,
Herr, stelle ich Dir die Frage:
Ohne persönlichen Lohn,
was machst Du in meiner Lage ?

Ich lausche und spüre,
achte auf die Zeichen,
dass nicht der Wunsch verführe:
Lockende Geister müssen weichen !

Das Symbol gedeutet
in Gottes großen Namen.
Ich weiß, was es bedeutet
und bin zufrieden. Amen !



Komm, Heiliger Geist !

Schwebe über mir
Du Geist des Herrn.
Mein Herz im Visier
wie der Morgenstern !

Belebe mein Gemüt
befruchte jeden Seelenkeim,
dass meine Liebe zu Dir erblüht.
Hauch mir lebendiges Leben ein !

Beleuchte meine Gedanken
unterscheide für mich die Geister
zerbrösel trockene Herzensranken
und ich erkenne in Dir meinen Meister !

Weite mein Herz
fülle es mit Barmherzigkeit.
Zeige mir die schönste Terz,
die meinem Leben Sinn verleiht !


Gekelterte Reife !

Öde Leere
Absolut Nichts
Bleiernde Schwere
Fern des hoffenden Lichts ?

Unzählige Umwege
Durch Sackgassen erschwert
Ab und zu kleine Stege
War es das alles wert ?

Tröstliche Worte
Geistige Klarheit
Besonders spirituelleOrte
Kleine Schritte zur Wahrheit ?

Ungebrochen hoffen
In geduldiger Zuversicht
Dem Herrn versprochen
Bis zum „jüngsten“ Gericht ?



Kennst Du Dich ?

Kaum
fördert das Zeitfüllen.
Gib dem Geist Raum
statt Pausen zumüllen.

Immer
ist die Umkehr möglich.
Statt Dauergewimmer
ist jeder Vorsatz löblich.

Oft
übt die Selbstbetrachtung
Statt Selbstgefälligkeit im Loft
fördert Selbstkritik die Achtung.

Wenn möglich
sei ein demütiges Vorbild.
Dein stiller Einsatz ist löblich,
wenn jeder um Dich herum chillt.



Wortflimmern !

In Bildern denken
in Worten sehen
den Geist lenken
die Eingebung verstehen.

Das Sichtbare deuten
das Plakative entblenden
das Unsichtbare beleuchten
alle Zeichen sinnvoll verwenden.

Die Worte gewählt
die Sätze verständlich
die Reime erzählt
der Sinn scheint unendlich.

Die Bilder dicht
die Sprache im Fluß
im verborgenen Licht
in einem Guss.



Ende und Anfang !

Ein klarer Schnitt,
ein schnelles Ende,
hilft dem nächsten Schritt
und fördert die unvermeidliche Wende.

Du gehst,
bevor wer Dich rausschmeißt.
Da Du die Menschenwürde verstehst,
werden Betroffenheitsgefühle kurz vereist.

Es ist, wie es ist,
vertrau auf Deine Talente -
Du weißt genau, wer Du bist -
benutze sie ausschließlich Al Dente.

Schau nach vorn,
Türen öffnen sich weit - .
Dein Geist, dieser kitzelnde Ansporn,
ist für die richtige Herausforderung bereit !



Lebensuhr !

Sind die Tage verhagelt,
spür die Liebe, die das Leben adelt.

Sind die Wochen verregnet,
denk an den Herrn, der Dich segnet.

Sind die Monate verstrichen,
sieh, wie die Zweifel gewichen.

Sind die Jahre vergangen,
glaube, die Gnade zu empfangen.

Ist das Leben vorbei,
sind Vorsätze und Zeit einerlei.



Der Lebensstoff !

Als ob das Glück bliebe -
und täglich Sonnenschein ?
Der Alltag zwingt Dich in die Knie.
Das Aufstehen schaffst Du kaum allein.

Das Glück der Andern -
auch nur ein flüchtiger Zustand -
so wie der Kick beim Marathonwandern
oder das trotzige Rennen gegen die Wand.

Da könntest Du laut schreien -
immer diese Verluste und Trennungen -
wie kannst Du Dich vom Leidgefühl befreien ?
Was gibt der Schwere die leichten Wendungen ?

Erlöse jede verstrickte sinnvolle Erinnerung.
Versöhne Dich mit Deiner einmaligen Vergangenheit.
Heile segnend und betend jede unsichtbare Verwundung.
Läutere Körper, Herz und Hirn mit barmherziger Freiheit.



Lebendiger Geist !

So laut
die Stadt -
Entspannungen durchgekaut -
Körper und Geist lächeln matt.

So wach
die Seele -
Das Ego murmelt schwach,
dass sie den Sinn verfehle !

So fremd
die Menschen -
Gib Dein letztes Hemd !
Der Herr wirds schon lenken.

So neu
der Sinn -
Die Trägheit brennt wie Heu.
Der Geist befruchtet Deinen Beginn !



Der Diamantensee !

Den Diamant in Dir
habe ich strahlen gesehen.
Jetzt leuchtet er auch in mir !
Um meine Seele ists geschehen.

Sie strebt zum Licht -
versöhnt mit allen Ahnen,
entblättert von jeder Schicht,
kann sie die Ewigkeit ahnen !

In die Zeit eingebettet -
sammelt sie das Spirituelle.
So hat das Ego nicht gewettet !
Der Herr verscheucht es auf der Stelle.

Gott ist das Licht -
spendet die geistige Nahrung.
Wenn er mit meiner Seele spricht,
schwimme ich im Reich jeder Erfahrung.

Der Duft der Rosen !

Von Maria behütet -
im Rosenkranz vereint.
Wenn der Dämon wütet,
wird er hilflos angeleint.

Von Jesus geführt -
das eigene Kreuz getragen,
das Lebenspäckchen geschnürt ,
kannst Du gar nicht verzagen.

Vom Geist durchweht -
auf vorgezeigtem Wege,
im kontemplativen Gebet,
sprich die prophetische Rede.

Von Gott gesegnet
im Sakrament gesalbt,
bist Du ihm begegnet
und triffst ihn wieder – bald.

Alles läuft !

Runde Jahre
in Würde durchlebt
in jeder verqueren Lage
nach dem Besten gestrebt.

Gut gelaunt
auf Gesundheit programmiert
die Herren Doktoren baff erstaunt
unermüdlich das Heilsein hofiert !

Jedes Tief
spült die Hoffnung nach oben.
Auch wenn die Verzweiflung schrill rief,
Dein Schöpfer wird dich umarmend loben !

Im Lebenskreise
die Schmerzen durchträumt
Der Realitätssinn schweigt lieber weise,
dass der sprudelnde Lebenswille überschäumt.



Einmaleins !

Einer allein
hat mit sich viel zu tun.
Er schwört Mark und Bein:
So läßt sich vortrefflich ruhn !

Zwei sind ein Paar.
Da lockt die Symbiose.
Vieles verbreit sich zu Tatar -
Einer haut ab in die Kolchose !

Drei sind Einer zu viel.
Es sind alle so frei und offen !
Einer fliegt raus aus dem Spiel.
Der Ruf nach Klarheit läßt hoffen !

Vier sind zwei mal zwei -
das ideale harmonische Quartett
Die Musik symphoniert den Geist frei
und dudelt fade Lebenssituationen wett.

Danke, Herr !

Mein Leben lang
gebührt Dir mein Dank.
Durch all die Jahre
hilfst Du mir in jeder Lage.

Zu jeder Zeit
bist Du für mich bereit.
Bei jedem Schmerz
salbst Du mein Herz.

In jeder Nacht
hälst Du die Wacht .
An jedem Morgen
bin ich bei Dir geborgen.

Mit jeder geistigen Nahrung
schenkst Du eine neue Erfahrung.
In jeder Sekunde
ist Dein Name in meinem Munde.



Du kannst Das !

Sei kein Hase.
Löse jedes Problem !
Vital- statt Killerphrase -
lass Unlösbares einfach stehn !

Das nennt man Resilienz
und stärkt das Immunsystem !
Die Psyche bleibt in bester Konsistenz.
Die Gelassenheit macht sichs bequem !

Etappensiege
Schritt für Schritt
Die Trägheit macht ne Biege
und nimmt das Zögern gleich mit !

Warten können - immer wieder -
die Geduld aufs Äußerste gespannt !
Täglich die gleichen Lieder -
des Pudels Kern manches Mal erkannt !



Die Wüste ruft !

Das Kleid zerschlissen.
Die Freiheit lockt !
Die Ketten zerrissen.
Das Umfeld ist geschockt !

Das Alte vertraut.
Das Neue so fremd !
Die Rückkehr verbaut.
Es zählt das 1. eigene Hemd !

Täglich eine Mana-Ration.
Dein Vertrauen beschert es !
Es ist des Glaubens Lohn.
Unser Urahn Mose lehrt es !

Die Wüste durchquert -
in steter Wachsamkeit !
Den Heiligen Geist verehrt -
in geduldiger Achtsamkeit !



Glaubensweg !

Wo ich auch leb,
bin ich ganz bei Dir !
Wohin führst Du meinen Weg,
Herr, sag, was willst Du von mir !

Stärke mein Vertrauen
bei jedem neuen Schritt.
Lass mich Dich schauen.
Gib mir Gnade und Segen mit !

Du läßt Unglauben weichen !
Gott, Du bist meine treue Quelle.
Deine prophetischen Zeichen
sind allzeit verfügbar zur Stelle !

Ich bin bereit !
Komm, Heiliger Geist.
Mein Herz öffnet sich weit
der neuen Berufung, die Du mir weist !

Alles ist gut !

Den Lobpreis gesungen
den Segen erhalten
die Anbetung verklungen
läßts sich friedlich aushalten !

Die Anlage abgebaut
die Noten archiviert
die Instrumente verstaut
den Sinn der Messe kapiert !

Die Lichter verloschen
- der Priester geht -
das Allerheiligste geschlossen
vom heiligen Geist durchweht !

Mit Frieden im Herzen
durch geistigen Beistand
im rosigen Duft der Kerzen
sind alle Herzen im Einklang !



Bleib hier, Heiliger Geist !

Schwebe über mir
Du Geist des Herrn.
Mein Herz im Visier
wie der Morgenstern !

Belebe mein Gemüt
befruchte jeden Seelenkeim,
dass meine Liebe zu Dir erblüht.
Hauch mir lebendiges Leben ein !

Beleuchte meine Gedanken
unterscheide für mich die Geister
zerbrösel trockene Herzensranken
und ich erkenne in Dir meinen Meister !

Weite mein Herz
fülle es mit Barmherzigkeit.
Zeige mir die schönste Terz,
die meinem Leben Sinn verleiht !


Leben mit Gott !

Mit Gott leben
voller Elan im Alltag
geistig in Liebe schweben
durch die Freude am Zahltag !

Mit Gott trauern
baden in blutigen Tränen
beten an uralten Mauern -
Da gibt’s nichts zu erwähnen !

Mit Gott lächeln
in jeder Situation
Wenn Engel Dir zufächeln,
hörst Du den Glockenturm !

Mit Gott sterben
bei der schönsten Ode
alle Sakramente erben -
Weiter gehts im Gotteslobe !



Vertrauen zu Gott !

In stillen Kammern
den Geist verschlossen
an Vergangenem klammern:
Da werden Tränenströme vergossen !

In fernem Land
die Gedanken in alten Kreisen
den Körper im neuen fremden Gewand
Da werden die Seelen stumm verwaisen !

In Gottes Hause
wo immer auf der Welt
genießt das Gemüt die Pause:
Da zeigt sich der Schöpfer als Held !

In jedem Moment
halt das Herz bereit
Du weißt, daß er Dich kennt:
Da öffnet sich der Geist unendlich weit !



Die Nähe Gottes !

Von ihm gerufen
in ständigem Kontakt
bist Du zur Sendung berufen
singst und schreibst in seinem Takt !

Von Ihm durchdrungen
mit geläutertem reinen Geist
hast Du um den Glauben gerungen
erkennst den Weg, den er Dir weist !

Von ihm berührt
in lebendig stillem Gebet
hast Du seinen Odem gespürt
übersetzt laut, daß es jeder versteht !

Von ihm umarmt
in treuer Beständigkeit
hat sich Dein Herz erbarmt
öffnet sich Allem vertrauensvoll weit !

Überwinde Dich !

Wenn Barrieren verschwinden,
jedes Herz die Zeichen versteht,
wird der Glaube verbinden –
einander fördernd im Gebet !

Wenn die Zuversicht kommt,
Dein Mut und Deine Stärke zunehmen,
jeder Gedanke und jedes Gefühl frommt,
kannst Du heilende Worte vernehmen !

Ist der Glaube verinnerlicht,
durch Dein Bekenntnis gestärkt,
weitet sich Deine klare Sicht:
Die Erkenntnis hat sich viel gemerkt !

Wird das Schauen zur Gewohnheit
und das innere Hören selbstverständlich,
betrachte des Kreuzes symbolische Hoheit
und horche in die Seele hinein – unendlich.

Barmherzige Worte !

Im Jahr der Barmherzigkeit,
die der Liebe Flügel verleiht,
hat das Herz keine Wahl:
Es wird geöffnet im Liebesstrahl !

Hausbackene Zweifel sind verjährt.
Der Verstand wird moderat aufgeklärt.
Die Seele, auf Vergebung getrimmt,
jetzt immer mehr die Führung übernimmt !

Sie fördert Toleranz und Mitgefühl.
Was bisher hart, engstirnig und kühl
transzendiert weitsichtig im Warmen:
Ein optimales Gelingen mit Gottes Erbarmen !

So unvorstellbar wertvoll und kostbar !
Dieser Schatz ist verborgen und unbezahlbar.
Bleibt die göttliche Herzensbindung bestehen,
kann der innere Reichtum immer mehr verstehen !

Vorsätze !

Vor dem Satz
fliegt der Gedanke.
Fang den Schatz.
Brich eine Lanze !

Im Entschluß 
beginnt die Tat.
Mach, was sein muß.
Zögern ist fad !

In der Handlung
mit sinnvoller Reflexion
arbeite an Deiner Wandlung:
Mit der Zeit wird das schon !

Nach dem Satz
folgt die Fußnote.
Ein Vorsatz ist kein Klacks
doch ein ermutigend pulsierender Bote !

Himmlische Bewerbung !

Herr, höre mich !
Jetzt bin ich hier.
Ich frage Dich:
Was willst Du von mir ?

Was kann ich tun
nur für Dich ?
Ich werde nicht mehr ruhn.
Als Werkzeug benutze mich !

Nimm meine Hände,
die Stimme und das Herz.
mit Dir geh ich durch Wände
und überwinde jeden Schmerz !

Förder und nutze
mein bestes Talent !
Rufe und stupse
den, der mich jetzt kennt !

Göttliches Gewicht ! 

Vom Moll zum Dur
mit ungewissem Talent
der Berufung auf der Spur:
Hat die Sucherei ein End ?

Vom Heulen zum Lachen
Himmelhochjauchzend betrübt.
Wo wir toll scheinen zu wachen,
wird da für die Läuterung geübt ?

Vom hohen Roß zur Demut
die Selbsterkenntnis im Blick
erlöst unbekannte innere Wut
entblättert den äußeren Schick !

Vom Hass zur Barmherzigkeit
den Gemütsdiamanten geschliffen
verpaßt der Freude ein reines Kleid:
Der Lebenssinn wird neu begriffen !

Der treue Wandersmann !

Betrachte Deine Wanderjahre,
dann weiß das geschulte Gespür,
die gereiften Talente sind in der Lage 
für die krönende Lebenskür !

Sind die Jahre verstrichen
und Tage und Stunden gezählt,
ist das Suchen dem Finden gewichen,
dann hast Du einmalig richtig gewählt !

Ist jeder Moment wichtig
und die Freude die Nummer Eins,
dann liegst Du hier goldrichtig
und Gottes Liebe war und ist Deins !

Höre Deine Innere Stimme.
Sie wird Dich an Deinen Platz führen.
Dass Dein Herr und Meister gewinne.
Du kannst ihn jetzt in ewiger Treue spüren !

Die Kunst, Gott zu lieben !

Ob allein oder zu zweit,
ob mit oder ohne Kind,
sei für das geistige Leben bereit,
damit das Göttliche in Dir gewinnt.

Halt Deine Wünsche in Schach,
die Begehrlichkeiten im Zaume,
dann bleibt die Gottestreue wach
und Deine Freude bei guter Laune !

Leg die Trägheit an die Leine,
meditiere und bete regelmäßig,
mach der Disziplin Beine,
dann wird die Treue fördernd gefräßig !

Dein Körper wird sein Tempel.
Er zieht in Dein Herz hinein.
Alles im Leben erhält seinen Stempel.
Du wirst überall mit ihm verbunden sein !

Der Gradwechsler !

Vom Ohweh zum Ave,
vom Bösen zum Guten,
sag dem Griesgram adé,
der wirds kaum vermuten !

Vom Leid zur Freude
vom Albtraum zur Wahrheit,
vertreib die Geistermeute
und bleib in Deiner Klarheit !

Vom Weltlichen zum Geistigen,
von der Härte zur Barmherzigkeit,
das wird das Herz befleißigen,
wenn die Liebe ihm Flügel verleiht !

Mit Glauben zur Kraft,
vom Allein zu himmlischen Netzen,
mit der ganzen göttlichen Macht
kannst du mehr als Berge versetzen !

Seelengebete !

Wie der eigene Klon
vom Körper entfremdet ?
Wie beim Beginn einer Depression
sind Gefühle erfroren und verendet ?

Schwankende Stimmung
kreisende Gedanken !
Was schreibt C.G. Jung
über dieses menschliche Wanken ?

Es wird höchste Zeit
für chemische Mittel ?
Her mit der Alltagstauglichkeit,
meint der anerkannte Weißkittel !

Glaube und bete, 
sagt der Exerzitienmeister.
Das ebnet alle Lebenswege.
Der Lobpreis stimmt Dich zunehmend heiter !

Erkenne das Kreuz !

Das Alte zerrinnt.
Das Gute bleibt !
Das Neue im Licht beginnt.
Es wird der Weisheit einverleibt !

Das Böse verliert
Das Reine gewinnt.
Wer das Schöne versiert
sich aufs göttliche Licht besinnt !

Der Haß geht.
Die Liebe kommt !
Wen der heilige Geist durchweht,
der spricht die Prophezeiung gekonnt !

Die Barmherzigkeit reift.
Die Gottesbindung festigt sich. 
Wer auf Menschenmeinungen pfeift,
bleibt am Kreuz und bittet, erneuere mich !



Wortarchitektur !

Der Gedanke war verschwunden.
Im Unterbewußtsein versandet !
Heut hab ich ihn gefunden
und bin neben ihm gestrandet !

Die losen Fragmente
lassen sich kaum fassen !
Wer so verborgen pennte,
kann das Verpeiltsein kaum lassen !

Doch liefert es eine Idee,
formt sich in schrägen Worten.
Die Kombination tut weh.
Das muß der Geist gut ordnen !

Ein Synonym getauscht,
gegoogelt und informiert,
immer wieder nach Innen gelauscht:
Der Gedanke ist erfolgreich reformiert !

Die Auferstehung !

Beginnt das Sterben mit der Geburt
und mit dem Tod der Aufstieg des Lebens ?
Auch wenn das Ego noch so sehr murrt,
das Horten von Schätzen bleibt vergebens !

Alle Titel sind eine Makulatur.
Jeder Besitz ist von Oben geliehen.
Glänzen die Taten der Umkehr pur,
sind Kaufrausch und co. gnädig verziehen !

Zwischen Geburt und Tod
durchlaufen wir Stationen des Lebens.
In der Freude und in der Not,
ist Deine Gottesliebe der Gehalt des Strebens !

Sie trägt Dich durch Täler und Höhen,
und schenkt Dir geistige Begabungen !
Ihr Klarheit wird Dich verwöhnen,
sie segnet Dich mit unerklärlichen Erfahrungen !

Geistige Begabung !

Sitzt Du zwischen den Stühlen
oder stehst draußen vor der Tür ?
Ordne Deine Gedanken und Gefühle.
Der innere Abstand zu allem wird zur Kür !

Geh auf die Knie
oder bleib stehen !
Erlebe immer neu die Eucharistie.
Du kannst das Heilsereignis sehen !

Wirf Dich auf den Boden,
die Arme ausgebreitet.
Das Unten ist jetzt oben. 
Du wirst vom heiligen Geist geleitet !

Lass die Seele frohlocken,
das kostbare Blut Dich beleben.
Das Ego kann im Keller abrocken.
Die geistigen Gaben sind Dein Bestreben !

Göttliche Fügung !

Leg alles ins Grab.
Verzeih Jedem !
So wie er Dir vergab
in Deinem weltlichen Leben !

Nimm seine geistigen Gaben.
Sie reifen still und unauffällig !
Lass Deine Seele sich dran laben.
Die Segenszahl wird mehrstellig !

Schau nicht zurück mit Wehmut.
Bist Du für die Fußwaschung bereit,
und reif für Leuterung und Demut,
vergiß bei allem nicht die Heiterkeit !

Lass Dich tragen,
wenn die Füße versagen !
Mit ihm kannst Du alles wagen
und jeden Glaubenszweifel vertagen !

Erlebe seine Fügung.
Geh in die weite Stille !
Spüre seine zarte Berührung
Und erkenne immer Gottes Wille !

White Paper Ideas !

Schwirren sie herum,
die Ideen im Bewußtsein ?
Lass Dich nicht verwirren,
die Vernunft ist Dein !

Ist er unbeschrieben,
der Verstand bei der Geburt ?
Egal, ob erfahren oder geliehen,
hauptsache der Geist spurt !

Weißes Papier im Kopf,
lockt die Ratio die Erfahrung ?
Pack die Gelegenheit beim Schopf,
gib der Philosophie neue Nahrung !

Jetzt ist die Zeit
für eine unbeschriebene Tafel !
Kopf, Hand und Herz sind bereit
für mehr als theoretisches Geschwafel !

Der Verstand ist präpariert
schickt Befehle an die Hände.
Mit Barmherzigkeit tief tätoviert
schreibt das Herz vermittelnde Bände !

Wandel in Deinem Glauben !

Lass Das Warten.
Handel und entscheide Dich !
Heut kannst Du neu starten.
Die Richtung erhellt und zeigt sich !

Geh den ersten Schritt.
Der Umgebung scheint das verpönt ?
Du bist mit der Vergangenheit quitt
und hast Dich mit Allem und Jeden versöhnt !

Doch lass Dich nicht verführen,
auch nicht von der Heiligen Schrift !
Du wirst Gott in der Seele erspüren
und erkennst, was gut ist und was Gift !

Auch wenn Zweifel nagen,
erinnere Dich an die Begeisterung !
Du kannst Ihn, Deinen Herrn, fragen
und erkennst überraschende Weisungen !

Hat er Dich gerufen,
folge ruhig seinen Zeichen !
Von Ihm zu neuen Aufgaben berufen,
wirst Du nicht von Deinem Dienst weichen !

Gekelterte Gedanken !

In Liebe
fördert Dich der Geist !
Was sind schon Triebe,
wenn er den Weg Dir weist !

Im Wandel
bleib in seiner Obhut !
Erledige jeden Handel
in seinem Sinn in Demut !

Mit Gnade
heilt das kostbare Blut.
Glaube und erfahre,
spüre die tröstende Glut !

Im Entschluß
wächst der Glaube !
Spürst Du seinen Bruderkuß,
erhalte die hoch hängende Traube ! 

Im Bekennen
zu seinen Füßen
kannst Du Ihn benennen
und all seine Gaben begrüßen !

Durch Betrachtung
und inneres Gebet
lebe immer die heilige Achtung,
wenn der Geist über Dir schwebt !

Gottes Schatz !

Das Ego abgewiegelt,
geistige Worte vernommen,
die Sanftmut gestriegelt,
alle Werte gerade geschoben !

Das Herz geweitet,
die Gefühle im Lot,
den Segen weitergeleitet
an alle Kirchen in Not !

Die Seele unbeschadet
mit göttlichem Balsam versehen,
den festen Glauben bewahret,
läßt Dich immer wieder aufstehen !

Der Geist befreit,
vom leeren Glaubenssatz,
öffnet seine Tore weit
für Gottes größten Schatz !

Der Bedenkenträger !

Ja, Du kannst erahnen - 
doch immer dieses Grübeln !
Erwähnst Du die Gefahren,
wirds Dir garantiert jemand verübeln !

Hartnäckig nachzubohren,
in die geistigen Tiefen zu gehen,
ist nichts für kurzweilige Ohren.
Das nervt, Du wirst es schon sehen !

Im Fokus Deine Bedenken,
sie könnten berechtigt sein !
Laß doch den Heiligen Geist lenken.
Seine feinsinnigen Gaben sind Dein !

Du schaust sie an
und bist überrascht,
gerätst in des Geistes Bann
und das Göttliche Feuer ist entfacht !

Tagesregeln !

Laß das Warten,
lebe im Hier und Jetzt,
trainiere den langen Atem,
die Ausdauer liefert den Rest !

Übe Geduld,
bleibe gelassen.
Die Zeit schenkt ihre Huld,
der Lohn ist nun zu fassen !

Bleibe genügsam,
in friedlicher Demut,
in Lebensstürmen biegsam,
voll sinnvollem Lebensmut !

Lebe lebendig,
mit dem Heiligem Geist. 
Das Göttliche sich inwendig
mit Deiner Seele zusammenschweißt !

Gott lächelt !

Gott lächelt in den Zeilen
und strahlt in den Worten.
Er wird in Deinem Buch verweilen,
wie an allen segensreichen Orten !

Gott würdigt Deine Buße,
schenkt Dir geistige Gaben.
Bist Du weniger gut zu Fuße,
werden segnende Gebete Dich laben !

Gott zählt Deine Meilen,
streut Samen der Barmherzigkeit.
Er lädt Dich ein zum Verweilen,
schenkt der Seele ein sakrales Kleid !

Gott kennt alle Sehnsüchte,
stillt Sie mit Güte und Milde,
Er zeigt Dir nährende Glaubensfrüchte,
Dein Herz und Verstand sind geistig im Bilde !

Die Nähe Gottes !

Von ihm gerufen
in ständigem Kontakt
bist Du zur Sendung berufen
singst und schreibst in seinem Takt !

Von Ihm durchdrungen
mit geläutertem reinen Geist
hast Du um den Glauben gerungen
erkennst den Weg, den er Dir weist !

Von ihm berührt
in lebendig stillem Gebet
hast Du seinen Odem gespürt
übersetzt laut, daß es jeder versteht !

Von ihm umarmt
in treuer Beständigkeit
hat sich Dein Herz erbarmt
öffnet sich Allem vertrauensvoll weit ! 

Vertrauen zu Gott !

In stillen Kammern
den Geist verschlossen
an Vergangenem klammern:
Da werden Tränenströme vergossen !

In fernem Land
die Gedanken in alten Kreisen
den Körper im neuen fremden Gewand
Da werden die Seelen stumm verwaisen !

In Gottes Hause
wo immer auf der Welt
genießt das Gemüt die Pause:
Da zeigt sich der Schöpfer als Held !

In jedem Moment
halt das Herz bereit
Du weißt, daß er Dich kennt:
Da öffnet sich der Geist unendlich weit !

Alles ist gut !

Den Lobpreis gesungen
den Segen erhalten
die Anbetung verklungen
läßts sich friedlich aushalten !

Die Anlage abgebaut
die Noten archiviert
die Instrumente verstaut
den Sinn der Messe kapiert !

Die Lichter verloschen
- der Priester geht - 
das Allerheiligste geschlossen
vom heiligen Geist durchweht !

Mit Frieden im Herzen
durch geistigen Beistand
im rosigen Duft der Kerzen
sind alle Herzen im Einklang !

© Gott lächelt in den Zeilen
www.bettina-radermacher.de


Gezeiten !

Zwischen den Jahren
ausgiebig entspannen
die Essenz erfahren
Neue Pläne anfangen !

Zwischen den Tagen
Alles Alte aufräumen
Wichtiges erfragen
Ziele maßvoll erträumen !

Zwischen den Stunden
in kleinen Schritten
Aktionen abrunden:
Der Göttliche Geist inmitten ! 

In diesem Moment 
in der Stille sein,
die die Wahrheit benennt:
Die Erkenntnis wird Dein !

Siegreich !

Im Kopf
die Trägheit geschaßt.
Ab mit dem alten Zopf.
Der neue Entschluß ist gefaßt !

Im Herz
sind Zeiten verronnen.
Durch heilenden Schmerz
ist der Entschluß angekommen !

Die Hand
vollbringt die Tat.
Das Ergebnis hat Bestand
und liefert den sichtbaren Rat !

Rat und Wunden
in Kunst umgesetzt.
Immer mit Gott verbunden
und geistig im Hier und Jetzt !

Segens Zeichen !

In frischer Luft
in des Berges Höhen
umhüllt von zartem Duft
können die Inspirationen frönen !

Auf dem Boot
In der Ebene Tiefe
ist die Muse tot
als ab sie sich verliefe !

Oft auf den Berg geträumt 
wird die Klarheit bewahrt !
Vom Alltag gesäumt
mit Aktionen sinnvoll gepaart !

In bildhafter Erinnerung
in heiligen Reliquien verwahrt
verinnerlicht sich die Verkündigung
als bleibender Schatz sicher verwahrt !

Schutz !

Gib acht,
wenn es in Dir wütet !
Handle mit Bedacht
und bleibe schön behütet ! 

Denk nach
bei einer kleinen Lüge !
Weitere vergrößern das Ungemach
und sprengen Dein ethisches Gefüge !

Schweig still
bei jeder Gerüchteküche !
Höre, was Deine Sele will
und plauder humorvolle Sprüche !

Rede achtsam
wenn es denn sein soll !
Handel flexibel wachsam
und verändere überaus maßvoll !

Berg und Tal !

Komm in die Hufe,
hörst Du des Berges Rufe !
Vom freien Hochoben
kannst Du Gott preisen und loben !

Bleib ganz still,
erkennst Du des Tales Schweigen !
Sieh, was das Schicksal will
und mach Dir seine Prüfung zu eigen !

Erkenne zum ersten Mal !
Lass alte Programme weichen.
Der Sinn von Berg und Tal
liegt in verborgenen Zeichen !

Sei einfach und still, 
wenn der See im Tal schweigt !
Wenn und wann es die Seele will,
wird Dir Dein Lebensplan gezeigt !

Berufen !

An der Quelle
fühlst Du Dich erfrischt.
Du heilst jede Lebensdelle
und hälst Dein Haupt in die Gischt !

In dem Bächlein
lebst Du wie neugeboren.
Du hälst Geist und Seele rein.
Die Berufung hat Dich erkoren !

Auf dem Fluß
treibt Dich das Schicksal umher.
Du bleibst aus einem Guß
und handelst ethisch fair !

In der Mündung
bist Du an einem Ziel.
Dir erscheint die Verkündung
wie ein wunderreiches Spiel !

Himmlisch atmen !

Tief eingeatmet
der Bauch wölbt sich
die Technik gestartet:
Ein schöner Ton ist möglich !

Hoch konzentriert
der Klangkörper bereit
der kommende Ton giert:
Der Mund öffnet sich weit ! 

Laut getönt
Das Zwerchfell bebt
Die Triolen verschönt:
Das Klangbild wird erlebt !

Leises Vibrieren
Die Stimme erschallt !
Der Engel Jubilieren
vom Himmel wiederhallt !

Auf Anfang !

Schaff Platz !
Außen und innen.
Lass los - ratzfatz !
Neues kann beginnen.

Nimm Dir ein Ziel !
Behalt es im Visier 
Handel wie im Spiel !
Der Weg liegt direkt vor Dir.

Beginne zu fasten !
Spare an Gedanken und Worten.
Entledige Dich Deiner Altlasten !
Du brauchst Nichts zu horten.

Hab Mut !
Geniesse die innere Leere.
Sei vor Weltlichem auf der Hut !
Spüre die zarte weise göttliche Ehre.

Auf Hundert !

Im Stand.
Du kannst das !
Es ist echt allerhand. 
Du hast richtig Spass !

Die Erfahrung gewitzt.
Die Reife geformt !
Den Willen erhitzt.
Das Ziel zeitgemäß genormt !

Du legst los !
Du fängst an.
Was willst Du blos ?
Der 1. Schritt ist schon mal getan.

So viele Möglichkeiten
Das Ziel ist noch so fern !
Immer mehr Unwägbarkeiten.
Die Kompetenz sucht weiter den Kern !

Seelentrost !

Die Folgen Deiner Sünden
und aller unbedachten Taten
werden die Barmherzigkeit verkünden
und in Liebe und Achtsamkeit neu starten !

Die Früchte Deiner Arbeit
liefern der Zukunft die Nahrung
erscheinen in gewandeltem Kleid
mit überraschend glänzender Erfahrung !

Die Motivation Deines Handelns
legt die fruchtbaren guten Samen
ist die Matrix Deines Wandelns
und birgt das Gelingen – Amen !

Die Inspiration Deines Denkens
fließt in in alle sinnvollen Taten
ist der Meister göttlichen Lenkens
und läßt geistig Schönes erwarten !

Verehrung !

Angekommen
den Sinn entdeckt
neu zu leben begonnen
die Liebe anders entdeckt !

Eingestehen
das Wichtigste im Leben
läßt die Zweifel vergehen.
Dir werden Gnaden gegeben !

Inwendig
fokussiert auf seinen Willen
bleibt das Göttliche lebendig.
Es wirkt unendlich im Stillen !

Ausdauernd
unermütlich gebetet
den Glauben untermauernd
bleiben Leben und Tod gesegnet !



Erfurcht !

Bete mit dem Herzen,
der Glaube kann erlahmen.
Er läßt nicht mit sich scherzen:
Der Herr wird sich erbarmen !

Rede mit dem Geist,
der Glaube kann verstummen.
Die Worte sind verwaist:
Die Buße lässt Dich brummen !

Singe mit der Seele,
der Glaube kann verschwinden.
Er braucht keine geölte Kehle:
Der Geist kann sich überwinden !

Reden, beten, singen -
der Glaube wird erblühen.
Er lässt das göttliche Lied erklingen
sowie Lobpreis und Ehre versprühen !

Friedenslied !

Die Pfeife ist gezündet.
Der Weihrauch duftet rein !
Daß er den Frieden verkündet
in Herzen, Köpfen, Mark und Bein !

Die Taube ist gesendet.
Die Flügel schweben ausgebreitet !
Der Friede wird wertfrei gespendet
und über alle Grenzen weitergeleitet !

Die Botschaft ist angegommen.
Die Herzen leuchten wie Sterne !
Jeder hat die liebende Güte vernommen
und spürt die verbindende schützende Wärme !

Die Verbindung ist unsichtbar.
Das Netzt spannt sich zart über die Welt !
Gottes Barmherzigkeit trägt es wunderbar
bis seine Liebe und Güte jeden Winkel erhellt !

Erfüllung !

Sind die Tage verregnet
beobachte das reinigende Naß.
Gefühle und Gedanken gesegnet
ist auf göttliches Charisma Verlaß ! 

Scheint die Zeit verschlungen
lebe die Stunden gelassen.
Dem Lebensrad entsprungen
kannst Du jeden Moment erfassen !

Sind die Nächte lang
versinke in den Träumen.
Beim Lauschen im stillen Klang
wird die Kraft neu überschäumen !

Leuchten Momente wie Gold
schau in den wolkigen Weihrauch.
Von Myrrhe gesalbt so zart und holt
bist Du reich gesegnet mit jedem Hauch !

Impulse !

Es brodelt die Wut
in der Enge des Denkens !
Es lodert der Mut
in der Weite des Schenkens !

Es schlägt Alarm
in der Wüste des Schmerzens !
Es pocht warm
in der Mitte des Herzens !

Es verstummt der Frust
in dem Eifer des Strebens !
Es frohlockt die Lust
in der Freude des Lebens !

Es zuckt der Blitz
in der Weite des Geistes !
Es kitzelt der Witz
in der Zartheit: Du weißt es !

Kreislauf !

Wird Dein Herz entzweit,
ist die Stimmung verregnet !
Lebst Du mit Gnade geweiht,
bist Du barmherzig gesegnet !

Trifft Dich der gemeine Blick,
wird Deine Arbeit demontiert !
Vertraust Du Deinem Geschick,
läuft Alles weiter wie geschmiert !

Geben Geister Dir den Rest,
scheint das Leben zu scheitern !
Hälst Du am Glauben fest,
wirst Du nachhaltig weiter eifern ! 

Kein Bruch ist vergebens,
jede Scherbe gibt einen Sinn !
Sieh den Kreislauf Deines Lebens,
er schließt sich am Ende zum Beginn !

Bereitschaft !

Den Geist läutern,
die Hände einsetzen,
Überflüssiges entäußern
und Negatives versetzen !

Die Motive bedenken,
den Weg einschlagen, 
den Willen verwenden
und Geplänkel vertagen !

Den Glauben stärken
christlich meditieren,
das Gebet verinnerlichen
und Weltliches verlieren !

Das Leben lieben,
den Tod bedenken,
die Berufung anschieben
und sein Herz verschenken !

Wortbauten !

Die Sätze formen.
Die Wörter bilden !
Was kümmern Normen
in geistigen Gefilden !

Die Rhythmen flegeln.
Die Grammatik fleht !
Was zählen Regeln,
wenn der Reim steht !

Die Sprache gemixt
die Betonung dramatisch !
Es klingt gewitzt
und schreibt sich pragmatisch !

Die Herzen berühren
Wortbilder ohne Erklärung !
Die Seelen verführen
in göttlich gültiger Währung !

Herzschlag !

Glück verplempert
Möglichkeiten versäumt !
Freude gepampert
Vergangenes verräumt !

Auswendig gelernt
schnell vergessen !
Essenzen entkernt
langfristig gegessen !

Glauben gelebt
Zweifel gespürt !
Charismen erstrebt
das Göttliche gekürt !

Frieden gesucht
Kämpfe ausgefochten !
Zufriedenheit gebucht
dort, wo Herzen pochten !

Schreiblaune !

Es füllt sich
das leere Blatt !
Der Geist machts möglich
und stimuliert das Gedankenpatt !

Sie klären auf
die Wortnebel !
Die Sätze nehmen Ihren Lauf
und stutzen der Wahrheit die Knebel !

Sie sind einerlei
die Schriftsprachen !
Der Sinn und die Botschaft sind frei
und manchmal verewigt auf Briefmarken !

Sie ist toll
die zeitfreie Aussage !
Möglicherweise für den Schreiber wertvoll
und für Leser und Kritiker eine offene Frage !

Sinnkreise !

Vegan 
ist in
kommt an
und macht Sinn !

Der Sinn
wird verkannt
stellt sich hin
und leuchtet brilliant !

Der Brilliant
wird geschliffen
und hat ewig Bestand.
Auf die Nahrung wird gepfiffen !

Die Nahrung
ist lebensnotwendig.
Wer kennt Magerdiäterfahrung
und lernt Speisepläne auswendig ?

Hausdiagnosen !

Das ging in die Hose
und lief den Bach runter !
Lautet die menschliche Diagnose
und kitzelt jeden Therapeuten munter !

Wer schwört Mark und Bein
und hält sich für den Macher -
Schafft das Jeder allein ?
Was raten die Experten und Gaffer !

Wie wär`s mit omnibewährten Pillen
und Einzelgesprächen – gerne rezeptpflichtig !
Das schützt einnebelnd den freien Willen
und beleuchtet das Ego ganz bedeutend wichtig !

Ruf lieber den großen Heiler !
Den Herrn und Schöpfer von Allem !
Er ist die Nummer Eins im Glaubensverteiler
und das wird ihm herzlich göttlich gefallen !

Christen in Kerala !

Im Jahre Fünzig
kommt er über`s Meer.
So wird`s sein künftig,
Kinder, schaut her !

Es bleibt stehen,
das hochgeworfene Wasser.
Alle haben es gesehen
und berichten es dem Verfasser ! 

Der Hindu schaut !
Vom Geist geführt
wird die erste Kirche gebaut
und Herz für Herz berührt !

Die christliche Spur
von Sankt Thomas gelegt
beginnt in Palayur.
Die haidnischen Götter sind weggefegt !

Schöpfung !

Liebe still
ohne Dramen
wie die Seele will
behüte alle Samen !

Frage arglos
in stillen Sätzen
unter der dornigen Ros
lerne Antworten schätzen !

Handel bedacht
mit Achtsamkeit
von der Welt belacht
gewinne Genügsamkeit !

Glaube fest
in ruhendem Geist.
Gibt Dir der Alltag den Rest
spüre, was zusammenschweißt !

Musik-Laune !

Die Songs abgenudelt,
die Texte oft gehört,
den Beat tauglich gedudelt,
auf`s coole Hipsein geschwört !

Die Flöte schrill hoch,
die Stimme dumpf grölig,
nix für langsamen Schwof,
doch wir bleiben höflich !

Den Platten-Player frisiert,
technisch vertont monoton,
im Herzschlag komponiert,
ein schmerzend schräger Ton !

Den Saft abgedreht.
Die Stille trifft hart !
Das Gemüt versteht:
Das Piano berührt zart !

Gottesbindung !

Ist sie lebendig
Deine Gottesbeziehung ?
Dann erstrahlt sie inwendig
in Deines Herzens Lichtung !

Hast Du schön gebetet,
und den Lobreis gesungen ?
Dann ist der Tag gesegnet 
in jede Aktion hineingewunden !

Lebst Du im Ich-Du-Er
und denkst als Nabel der Welt ?
Dann muß das Er-Du-Ich schnell her
in Deinen klaren Geist hineingestellt !

Bist Du versöhnt
mit Allem im Leben ?
Dann ist das Leben verschönt
in seinem spirituellen Streben !

Seelentänzer !

Der Geist läuft munter
in seiner vollen kindlichen Blüte
die Klaviatur des Lebens rauf und runter
treibts oft immer bunter - so Gott behüte !

Sei ein Stehaufmännchen,
beachte jedes unscheinbare Licht.
Reich jeder Chance Dein Händchen
erfüllt mit unermüdlicher Zuversicht !

Übe das Loslassen
in jeder Lebensphase.
Das macht Dich ganz gelassen
und verhindert jede Wortphrase !

Die Seele bewegt sich frei
in ihrem eigenen Rhythmus.
Sie singt und tanzt – bleib dabei !
Du spürst Ihren zart gehauchten Kuss.

Gottesschau !

Hörst Du nach Außen,
verliert sich Dein Geist.
Statt hinter Götzen herzulaufen
lausche, was das Göttliche weist !

Denkst Du zerstreut,
verzettelst Du Dein Hirn !
Statt von Regeln zugebleut, 
biete allem Hohlen die Stirn !

Fühlst Du persönlich,
wird Dein Ego gekränkt !
Statt zu Handeln wie gewöhnlich,
spüre, was die Gnade Dir schenkt !

Schaust Du nach Innen,
findest Du Deine göttliche Natur.
Statt sinnfrei Neues zu beginnen,
folge der spirituell christlichen Spur !

Werkeln !

Den Geist bespitzelt.
Den Nagel auf den Kopf.
Die Sinne gepixelt:
Ab ist der alte Zopf !

Die Leisten geglättet.
Das Holz gelackt.
Die Späne geplättet:
Der Wurm ist gepackt !

Die Ohren gespitzt.
Das Papier malträtiert.
Die Schreibe gewitzt:
Der Feind ist mutiert ! 

Die Augen geschlossen.
Das Licht durchdrungen.
Das Ende lässt hoffen:
Der Himmel ist errungen !

Glaubensweg !

Wo ich auch leb,
bin ich ganz bei Dir !
Wohin führst Du meinen Weg,
Herr, sag, was willst Du von mir !

Stärke mein Vertrauen
bei jedem neuen Schritt.
Lass mich Dich schauen.
Gib mir Gnade und Segen mit !

Du läßt Unglauben weichen !
Gott, Du bist meine treue Quelle.
Deine prophetischen Zeichen
sind allzeit verfügbar zur Stelle !

Ich bin bereit !
Komm, Heiliger Geist.
Mein Herz öffnet sich weit
der neuen Berufung, die Du mir weist !

Ausdauer !

Sinnlose Leere
vergeudete Zeit
bleiernde Schwere:
Wann ist es soweit ?

Gedanken schweifen
Gefühle revoltieren
langsames Reifen:
Nicht den Geist verlieren !

Auf Durchzug schalten
Glaube verzeiht Dummheit
schweigend durchhalten:
Die Blickrichtung auf Klugheit !

Sinnvolles Ziel
erreicht in Etappen
gewonnen mit Stil: 
Das Überwinden wird klappen !

Der Himmel siegt !

Verführer 
schillernd schmachtend
Intrigenschürer
so menschenverachtend !

Gottlos
doch machtvoll
Wir sind fassungslos,
denn sie sind toll !

Hiobsgeschichten
erleben wir immer !
Was sie alles anrichten.
Ach, welch ein Gewimmer !

Innen
wie außen
den Frieden finden,
sonst ist der Himmel draußen !

Himmlische Radiowellen !

Das Mikro eingestellt.
Die Leitung steht !
Die Rede gefällt:
Die Zeit vergeht !

Die Komplet gebetet.
Den Impuls gegeben.
Die Hörer gesegnet:
So läßt sich weiterleben !

Von Müdigkeit keine Spur.
Das Nachtprogramm beginnt.
Der Lobpreis wird zur Kur:
Der Abend verrinnt !

Der Blick nach vorn
auf den Plan von morgen.
Hinweise mit frischem Ansporn:
Das relativiert mögliche Sorgen !

Glücksfall !

Kommt die Flut
Brodelt der Vulkan
Alles ist gut:
Behalte Deinen Elan !

Wirbelt der Sturm
Steigt die Welle 
Sei kein Wurm:
Die Lösung ist zur Stelle !

Langweilt das Leben
Bröckeln die Finanzen
Greif nach den Reben:
Lass die Ideen tanzen !

Küßt Dich die Muse
Leuchtet der Stern
Bleib achtsam zu Fuße:
Der Himmel hat Dich gern !

Friedenspfeifen !

Wer kritisiert das Wichtige
und droht den Faden zu verlieren ?
Da mosert der Richtige.
Wir wollen doch differenzieren !

Wer redet aneinander vorbei
und verliert sich in Plattitüden ?
Alle Argumente sind einerlei.
Das ist ja echt zum Ermüden !

Wer stellt Alles in Frage
und findet Tiefgang ätzend ?
Das führt in die sprachlose Lage
oder endet plappernd schwätzend !

Wer probiert es immer wieder
und kann über Streitereien scherzen ?
Wir singen gemeinsam Friedenslieder
und plaudern harmonisch mit offenen Herzen !

Lebendig !

Laß innerlich los.
Löse Dich von Besitz !
Dein Geist ist groß
und offen für realen Witz !

Verstreu die Asche.
Ertrage die Leere !
Strick die erste Masche,
daß sich das Werk vermehre !

Gieße Deine Beete. 
Pflanze neue Samen !
Der Herr hört Deine Gebete
und wird sich Deiner erbarmen !

Höre die Sendung.
Erkenne die Versuchung.
Genieße Deine Verwendung
in jeder göttlichen Berufung !

Alterstragik !

Anerkennung fordernd
herzlos gefühlserfrierend
hochturig überbordernd
machthungrig drangsalierend !

Intrigante Schuldprojektionen
die Realitäten verdrängt
narzistisch weggeschoben:
Die klare Wahrheit erhängt !

Die eigene Arbeit gewichtet
Kollegen demontiert
sich ein Podest errichtet:
Die Bedeutungslosen ignoriert !

Die Tatsachen sind hart.
Der Egowille schäumt !
An Ausbrüchen nicht gespart,
wird weiter vom Schein geträumt !

Der Blutdruck steigt.
Die Rente beginnt !
Die Selbsterkenntnis vergeigt:
Ein unreif unduldsames Kind !

Endspurt !

Bei den letzen Meilen
ist die Versuchung am Größten,
aufgebend fortzueilen:
So wie Widersacher es einflößten !

An jedem Etappenziel
kontemplativ verweilen.
Dir gibt die Ruhe viel:
Laß Andere vorbeieilen !

Mit aller segnenden Kraft
und göttlichem Vertrauen
wird der Fortschritt geschafft:
Beginn die Verheißung zu schauen !

Bei jedem Schritt
höre das geistige Wort.
Nimm Deine liebende Seele mit:
An jeden fremden weltlichen Ort !



Sommerlaunen !

Geht der Frühling zur Neige,
bleiben die Rosen in ihrer Blüte !
Der Sommer spielt die erste Geige
bewahrt die Düfte in trügerischer Süße !

Wächst die Saat aus der Erde
ganz zart und ungeschützt
Vorsicht vor dem wilden Pferde.
Da ist wieder eins ausgebüchst !

Reift der Äpfel am Baum,
sieht der Wurm die Gelegenheit.
Die Natur berührt es kaum.
Sie ist vor allen Mitessern gefeit !

Zirpt die Grille im Gras,
quakt der Frosch im Teich,
hat der Angler seinen Spaß.
Ein Fisch am Haken - neben der Leich !

Jahresringelei !

Über Dreißig
gern mehr Knete
nix mit fleißig
schnell zur Fete.

Über Vierzig
noch ein Kind
die Kohle mickrig
Karriere in den Wind !

Über Fünfzig
Wechsel der Gefühle
das Gewicht pfründig
zwischen dem Gestühle.

Über Sechzig
zufrieden streben
die Gedanken fetzig
seinen Standpunkt leben.

Freitöne !

Neuanfang
wieder mal !
Mit Einklang 
im Lichtstrahl !

Kindlich
immer wieder !
Versönlich
mit dem Krieger !

Unbelastet
jedes Mal !
Weitergetastet
zum heiligen Gral !

Losgelöst
schon wieder !
Geistiges eingeflößt
durch Herzenslieder !

Belastbar !

Alles zuwider 
nerviges Gestöne
statische Lebenslieder:
Immer die gleichen Töne !

Rollende Augen
verwerfende Bewegung
unbeirrter Irrglauben:
kreisende Überlegung !

Durchzugsohren
verstopfte Nasen
stimmlich eingefroren:
Gestotterte Alltagsphrasen !

Stehende Zeit
fades Funzellicht.
Sei offen und bereit:
Für neues Lebensgewicht !



Autorensucht !

Entfremdet vom Körper
hat die Seele nichts zu lachen !
Der Autor produziert leere Wörter
will mit Skandalen Kohle machen.

Aus ihm spricht der Tor,
der sich für den Größten hält,
der mal auf die Wahrheit schwor
und in die Versuchungsfalle fällt.

Sein Geist ist gerechtigkeitshell,
bei jedem Gras, das er wachsen hört.
Er reagiert mit Verrissen ganz schnell
und Kritiken werden genüßlich beschwört.

Läßt er die Worte raus, 
statt sie gegenzulesen,
lechzt er eitel nach Applaus.
Sein Schweigen wäre oft klüger gewesen !

Weise Rede !

Beherrscht der Instinkt die Idee,
kann er Gedanken transformieren.
Er sagt der Vernunft adé,
läßt sie in niedere Gefilde katapultieren !

Der Körper paßt sich an.
Treiben es die Sinne zu bunt, 
rebelliert das Gemüt irgendwann. 
Die Psyche kommt auf den Hund !

Die Seele leidet so stark.
Sie zwingt Dich, inne zu halten,
da sie den Schmerz nicht tragen mag. 
Es ist Zeit, Deine Einstellung umzuschalten !

Dem Nebulösen abgeschworen
verstehst Du, klar zu formulieren.
Mit offenen inneren hellen Ohren
wirst Du zum stillen Weisen mutieren !

Lyrisch unterwegs !

Schütz das Wort
in allen Sätzen !
In des Buches Hort
lernen wir es schätzen !

Prüf den Satz
auf Wahrheitsgehalt !
Er verleiht einen Schmatz,
wenn sein Echo wiederhallt !

Liebe das Werk
als schreibender Kanal !
Namentlich erwähnt als Vermerk
läßt Du es los, sonst wird’s fatal !

Beachte die Gesetze
der kreativen Gunst !
Sie sind kostbare Schätze
in der göttlich geistigen Kunst !

Reicher Poet !

So agieren Wort-Diebe: 
Lebt ein Poet hinterm Mond,
folgt ein Wechsel der Perspektive 
und schon ist ein Gedicht geklont.

Jeder kann es in den Himmel loben.
Bleibt der Poet frei von Star-Allüren
und hält er seine Klarheit ganz oben, 
wird er ein genügsames Leben führen !

In des Geistes Weite
sieht er die Worte schweben.
Formuliert in lyrischer Reife
lässt er sie aussagestark erheben.

Wird des Lesers Herz berührt,
vergißt er das geistige Klauen.
Von Gottes barmherziger Hand geführt
kann er selbst in heilige Lichtungen schauen !



Siegreiche Wortwahl !

Die Wortkombinationen versiegen.
Der innere Kritiker liegt auf der Lauer,
lässt immer mehr durch den Güte-Filter sieben.
Seine Tolleranzgrenze schwebt über der Mauer !

Stopp, keine Sprachgewalt !
Fordern laute Sätze ihr Recht,
gilt der Sprecher durchgeknallt 
und entzündet ein heißes Wortgefecht !

Er wird nicht ernstgenommen, 
sondern werbwirksam weggesperrt.
Die Fakten bleiben verschwommen. 
Egal, ein Buch darüber ist sehr begehrt !

In seinem fiktiven Mittelpunkt,
schreibt der Autor, wie`s ihm gefällt.
Er schreibt lässig Eckiges rund
und hält sich für den Nabel der Welt.

Wird Negatives postiv transformiert,
fließen die Sätze harmonisch weiter !
Kopf und Herz sind darüber informiert,
und der Schreiber bleibt gelassen heiter !

Er weiß, wenn seine Wortquelle schweigt,
dann ist diese schreibende Berufung zu Ende !
Er hat der Welt genug inspirierte Texte gezeigt,
läßt los, schaut nach vorn und erkennt die Wende !



Eindeutig wirklich !

Er scheint real.
der Fata-Morgana-Stern.
Wo er herkommt ist egal.
Er leuchtet illusorisch fern !

Aus einem hellen Gral 
oder einer dunklen Pfütze, 
der Betrachter erbleicht fahl,
schlägt er ihm auf die Mütze !

So viele Optionen
zeigt der Möglichkeitssinn.
Um unseren Geist zu schonen
entschleiert er wenig zu Beginn !

Es könnte alles anders sein.
Letztendlich zählen die Fakten,
meint auch der Weisheits-Stein.
Was-wäre-wenn liegt in den Akten !



Innen und Außen !

Im Geist lebendig
vom Blut durchflutet
wirkt beides inwendig
nachhaltig beständig !

Mit Dank erfüllt
in Erfurcht gekniet
klare Worte enthüllt
das Echo der Stille siegt !

Mit Freude gesegnet
von der Gnade geführt
dem Göttlichen begegnet
das Allerheiligste gespürt !

In Liebe empfunden
die Barmherzigkeit erfahren
innerlich weltlich ungebunden
ist das Mitgefühl äußerlich erhaben !



Himmlische Motivation !

Füße im Moos
Augen im Himmel
betenden Hände im Schoß:
Ohren voll Kuhglockengebimmel !

Lippen lächeln
aus dem Herzen zart
Nasenflügel fächeln:
Der Atem kommt in Fahrt !

Der Blutdruck steigt.
Das Herz schlägt schneller.
Scheint die Gesundheit vergeigt,
springt die Willenskraft aus dem Keller.

Die Seele in der Gruft
ruft den willigen Geist.
Der Körper dieser träge Schuft
wird mitgezogen – notgedrungen meist !

Seele befreit
Geist fokussiert
Wille und Hände bereit:
Jetzt wird Neues ausprobiert !

Himmlische Worte !

Die Holzwürmer wirken fahl
und rufen Ihren Beschwörungsmeister
Das Buch ist zu düster fürs Regal 
und die Bude ist voll - scheibenkleister !

Hat sich hohler Unsinn
auf dem Papier verlaufen
zündel die Geister platt und hin
und laß sie vor Ort verrauchen !

Dichte mit spitzem Stift
und mit schonungslosem Gummi !
Schreib jeden Großkopf zum Wicht
und der Gedanke springt wie ein Flummi !

Schreib ein Halleluja !
Die Engel verstehen das Symbol. 
Sie trinken geistiges Ambrosia
und prosten auf Dein Lebenswohl !

Am Puls des Wandels !

Im Lauf der Tage
in der Stille der Nacht
stellst Du vieles in Frage. 
Gib auf zarte Hinweise acht !

Jenseits der Vergänglichkeit 
durch alle Illusionen hindurch
liegen sie zeitfrei für Dich bereit. 
Überwinde Bedenken und Furcht !

In jedem Moment
überprüfe Deinen Eifer
Wer Versuchungen kennt,
unterscheidet die Geister !

Mitten im Leben
halt inne in der Handlung.
Statt weltlich vorwärts zu streben,
nimm Dir Zeit für die innere Wandlung !

Die reiche Stille !

Verstehen wir,
was wir lesen ?
Jenseits des Wortes Zier
kann´s einen tiefen Sinn geben !

Glauben wir,
was wir hören ?
Verewigt auf Papier
läßt sich schnell schwören !

Sehen wir,
was wir sollten ?
Befreit vom inneren Tier
sind Fehler gesühnt und vergolten !

Erkennen wir,
was wir zu tun haben ?
Still ausgestreckt alle Vier
läßt sich der Impuls erfahren ! 

Bürogelummer !

Jahrzehnte im Schlummerland
gereifter hölzerner Karteikisten,
wird der Vorteil der EDV erkannt:
Es eilt – das kosmetische Ausmisten !

Namen mit Nummern zu versehen
hat eindeutig absolute Priorität !
Jede Karte nostalgisch anzusehen:
Für den Fortschritt ist`s nie zu spät !

Zum Tippen in den Keller
quasi heimlich aber super sportlich !
Am PC wär`s offensichtlich schneller:
Wer`s Sagen hat, ist letztendlich verantwortlich !

Schießt die Peilung punktgenau,
rattert das Zeitmanagement umfassend,
entscheidet der Durchblick tiefer als oberschlau:
Es delegiert alt wie jung personenbezogen passend !

Geistvoll !

Geduldig
achtsam
unschuldig
bedachtsam !

Beständig
durchalten
außen- und inwendig
am Ideal festhalten !

Ausdauernd
kontinuierlich
Ideen untermauernd
das Neue gesät manierlich!

Handsam
bescheiden
wachsam
im Göttlichen weiden !

Der Lebenspoet !

Der stille Poet
der sich unter sonnigem Schirm
auf lebendige Genügsamkeit versteht
beflügelt lichtvoll seinen Geist im Hirn !

Mitten im Alltagschmus
hebt das Regenwasser den Kiel.
Er singt lyrisch den Lebensblues
und tanzt Erinnerungen im Zukunftsspiel !

Er hat mit Herz gedacht
mit seiner Vernunft gefühlt
über seine Fehler gelacht
und sie mit Ironie hinweggespült !

Wird die Bestimmung zur Lust,
erkennt er seine Lebenspflicht,
wird sich seiner Natur bewusst
und füllt seine Seele mit göttlichem Licht !

Glaubensode !

Herr, laß uns verstehen
Schmerz und Leid.
Du läßt Beides geschehen.
Ihre Annahme in Liebe befreit !

Herr, wirke innerlich
durch den Frieden im Herzen.
Das Äußere findet sich 
durch Freude und Schmerzen !

Herr, Du durchdringst
die ganze Materie.
Wenn Dein Wort erklingt,
erfahren wir Dich in gnadenvoller Serie !

Herr, Du schaust uns an
Du hebst uns wieder auf !
Wir erkennen, wie alles begann,
Du heilst und segnest unseren Lebenslauf !

Das lebendige Leben !

Geh Gott entgegen,
wenn Du den Tod spürst. 
Er schenkt Dir sein Leben,
wenn Dich der Heilige Geist berührt !

Bitte um Vergebung
für all Deine Sünden.
Erhälst Du seine Segnung,
wirst Du die Botschaft verkünden.

Nimm Dein Kreuz an,
lerne es lieben und tragen
Wenn Du haderst dann und wann,
wird der Herr Dir den tiefen Sinn sagen !

Erfahre jedes Sakrament,
spüre die Gnade des Segens.
Betrachte Deinen Stern am Firmament
während Deines unaufhörlichen Strebens !

Weitsicht !

Brodelt die Wut,
steigt die Hitze, 
schießt das Blut:
Wo sind die Witze ?

Ist die Wut gekühlt,
beruhigt sich der Körper,
Ironie wird gefühlt:
Da lachen die Wörter !

Kommt der Frust raus,
trägt sich das Kreuz leichter,
der innere Kampf ist aus:
Das Gemüt lächelt heiter !

Keltert Ruhe die Erfahrung,
arbeitet der Geist entspannt,
hat die Logik keine Planung:
Die Sätze schreiben sich galant !

Im Gleichgewicht !

Runter und rauf
Rauf und runter !
In Deinem Lebenslauf:
Glaube an ein Wunder !

Seitenverkehrt
auf den Kopf !
Du bleibst unversehrt:
Zieh Dich selbst am Schopf !

Menschen umgebend
Lärm von außen tönt !
Gedanken formfrei webend:
Deine Muse im Innern frönt !

Der Geist siegt
hält Dich in Balance !
Dein Lächeln zeigt
des Friedens Contenance !

© Gott lächelt in den Zeilen
Gedichte von Bettina Radermacher