Meditation und Anbetung

Das Herzensgebet

Lenk deinen Geist abwärts.
Schau in dein offenes Herz.
Atme entspannt ein und aus.
Du bist in deinem Herzen zuhaus.

Bete am Altar in deinem Herzen.
Betrachte hier die brennenden Kerzen.
Bete laut „Jesus Christus“ beim Einatmen
und „erbarme dich meiner“ beim Ausatmen.

Bete es allezeit
bei jeder Tätigkeit.
Der Geist schenkt dir Liebe
und immer mehr Freude und Friede.

Bringen Blendungen dich zu Fall,
umnebelt der geistige Feind dich mit Trübsal,
lass dich vom himmlischen Freund aufrichten
und ihn durch das Weiterbeten dein Gemüt lichten.

Erkenne jede Einbildung,
jede Illusion und Versuchung.
Bleibe in der neutralen Bildlosigkeit
und erspüre immer Gottes Anwesenheit.

Bete ohne Unterlass.
Auf die Gewohnheit ist Verlass.
Das Gebet wird zu deiner zweiten Natur.
Es verinnerlicht sich zu einer reinen, hellen Spur.

Ganz selbständig
wird das Beten lebendig
und vertreibt jeden geistigen Feind.
Du bist und bleibst mit dem Herrn vereint.



© Bettina Radermacher
In: Gott lächelt - Erzählungen und Meditationslyrik